Fußschweiß und Fußgeruch
Schwitzende Füße sind zunächst kein Grund zur Sorge. Fußschweiß gehört zur natürlichen Temperaturregulation des Körpers. Unangenehm wird es meist dann, wenn Feuchtigkeit über längere Zeit in Socken und Schuhen bleibt und dadurch ein warmes, feuchtes Umfeld entsteht. Wer versteht, wie Fußgeruch entsteht, kann mit einigen einfachen Gewohnheiten viel für ein angenehmeres Fuß- und Schuhklima tun.
Warum schwitzen Füße?
Schwitzen ist ein natürlicher und lebenswichtiger Vorgang. Über die Schweißdrüsen gibt der Körper Flüssigkeit ab, deren Verdunstung zur Kühlung beiträgt. An den Fußsohlen befinden sich besonders viele sogenannte ekkrine Schweißdrüsen. Deshalb können Füße auch vergleichsweise stark schwitzen.
Wie stark jemand schwitzt, ist individuell verschieden. Wärme und körperliche Aktivität können die Schweißproduktion erhöhen, ebenso können Stress oder hormonelle Veränderungen eine Rolle spielen. Starkes Schwitzen muss deshalb nicht automatisch auf eine Erkrankung hindeuten.
Ein entscheidender Unterschied besteht zwischen normalem Schwitzen und einer Hyperhidrose. Von einer Hyperhidrose sprechen Fachleute, wenn das Schwitzen krankhaft über das für die Wärmeregulation erforderliche Maß hinausgeht. Auch die Fußsohlen können davon betroffen sein.
Wie entsteht Fußgeruch?
Fußschweiß selbst ist nicht der eigentliche Grund für den typischen Fußgeruch. Entscheidend ist vielmehr, was anschließend auf der Haut und im Schuh passiert.
Bleibt Schweiß längere Zeit auf der Haut, können dort natürlich vorkommende Mikroorganismen Bestandteile von Schweiß und Haut abbauen. Dabei entstehen geruchsintensive Stoffe. Ein warmes und feuchtes Umfeld, wie es in geschlossenen Schuhen entstehen kann, begünstigt diesen Prozess.
Deshalb können auch Menschen mit normaler Schweißbildung Fußgeruch entwickeln – beispielsweise wenn Schuhe nicht ausreichend trocknen oder Socken Feuchtigkeit schlecht ableiten.
Welche Schuhe eignen sich bei schwitzenden Füßen?
Bei schwitzenden Füßen ist vor allem wichtig, dass Feuchtigkeit möglichst gut aufgenommen und anschließend wieder abgegeben werden kann. Neben dem Obermaterial spielen deshalb auch Konstruktion, Passform, Innenmaterial und [Schuhfutter] eine wichtige Rolle.
Leder kann Feuchtigkeit aufnehmen und bei ausreichender Trocknungszeit wieder an die Umgebung abgeben. Ein [Lederfutter] kann daher zu einem ausgeglicheneren Tragegefühl im Schuh beitragen. Auch bei anderen Materialien sollte darauf geachtet werden, dass der Schuh nicht unnötig stark abschließt und Feuchtigkeit entweichen kann. Fachinformationen zur Fußpflege empfehlen bei stark schwitzenden Füßen ebenfalls gut passende, möglichst atmungsaktive Schuhe und ausreichende Trocknungszeiten.
Ebenso wichtig ist die Passform. Zu enge Schuhe können Wärme und Feuchtigkeit stärker einschließen und sollten deshalb vermieden werden.
Schuhe nach dem Tragen vollständig trocknen lassen
Wer jeden Tag dasselbe Paar trägt, gibt dem Innenmaterial oft nur wenig Zeit zum Trocknen. Sinnvoller ist es, mehrere Schuhpaare abzuwechseln und getragene Schuhe gut auslüften zu lassen. Auch medizinische Empfehlungen zum Umgang mit schwitzenden Füßen raten dazu, Schuhe vor dem erneuten Tragen vollständig trocknen zu lassen.
Herausnehmbare Fußbetten können separat ausgelüftet werden, sofern der jeweilige Schuh entsprechend ausgestattet ist.
Bei Lederschuhen trägt zudem eine materialgerechte [Schuhpflege & Lederpflege] dazu bei, die Eigenschaften und Qualität des Materials langfristig zu erhalten.
Was hilft gegen Fußgeruch im Alltag?
Gegen Fußgeruch hilft meist nicht eine einzelne Maßnahme, sondern das Zusammenspiel aus Fußhygiene, trockenen Socken und gut ausgelüfteten Schuhen. Besonders sinnvoll sind folgende Gewohnheiten:
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Füße regelmäßig waschen und gut abtrocknen.
Vor allem zwischen den Zehen sollte keine Feuchtigkeit zurückbleiben. Eine einfache tägliche Fußhygiene kann bereits dazu beitragen, Geruchsbildung zu reduzieren. -
Täglich frische Socken tragen.
Bei stark schwitzenden Füßen kann auch ein Wechsel während des Tages sinnvoll sein. Wichtig ist, dass die Socken Feuchtigkeit aufnehmen oder vom Fuß wegtransportieren können. -
Socken regelmäßig waschen.
Orientieren Sie sich dabei an den Pflegehinweisen des Herstellers. Entscheidend ist, gebrauchte Socken nicht erneut zu tragen, bevor sie gewaschen und vollständig getrocknet wurden. -
Schuhe wechseln und lüften.
Lassen Sie ein getragenes Paar möglichst vollständig trocknen, bevor Sie es erneut anziehen. Gerade bei Schuhen, die viel Feuchtigkeit aufgenommen haben, kann ein regelmäßiger Wechsel sinnvoll sein. -
Schuhe trocken lagern.
Nach dem Tragen sollten Schuhe nicht unmittelbar in einen geschlossenen Schrank gestellt werden. Ein trockener, gut belüfteter Platz erleichtert das Auslüften. -
Bei Bedarf Fußpuder oder Antitranspirantien verwenden.
Entsprechende Produkte können dabei helfen, Feuchtigkeit zu reduzieren. Bei starkem Schwitzen können aluminiumchloridhaltige Antitranspirantien eingesetzt werden; bei empfindlicher oder geschädigter Haut sollte die Anwendung vorher mit einer Apotheke oder einem Arzt abgestimmt werden. -
Geruch im Schuh nicht nur überdecken.
Ein Schuhdeo kann unangenehme Gerüche reduzieren. Entscheidend bleibt jedoch, die Ursache – vor allem anhaltende Feuchtigkeit – zu berücksichtigen und die Schuhe ausreichend trocknen zu lassen.
Wann sollte starkes Schwitzen ärztlich abgeklärt werden?
Wenn die Füße dauerhaft ungewöhnlich stark schwitzen und dies den Alltag deutlich beeinträchtigt, kann eine Hyperhidrose dahinterstecken. Auch neu auftretendes starkes Schwitzen oder Beschwerden zusammen mit auffälligen Hautveränderungen sollten medizinisch abgeklärt werden.
Bei einer diagnostizierten Hyperhidrose stehen neben äußerlich angewendeten Präparaten weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für starkes Schwitzen an den Fußsohlen wird beispielsweise auch die Leitungswasser-Iontophorese eingesetzt. Welche Behandlung geeignet ist, sollte individuell ärztlich entschieden werden.
Anhaltender Fußgeruch kann außerdem andere Ursachen haben. Treten zusätzlich Juckreiz, Schuppung oder andere Hautveränderungen auf, sollte beispielsweise auch eine Pilzinfektion ausgeschlossen werden.
Ein angenehmes Fußklima beginnt im Alltag
Fußschweiß ist zunächst eine ganz normale Körperfunktion. Für unangenehmen Fußgeruch ist weniger das Schwitzen allein entscheidend als das Zusammenspiel von Feuchtigkeit, Mikroorganismen und einem schlecht trocknenden Umfeld.
Regelmäßige Fußhygiene, frische Socken sowie gut passende Schuhe, die nach dem Tragen ausreichend auslüften können, sind deshalb die wichtigsten Grundlagen. Hochwertige und feuchtigkeitsregulierende Innenmaterialien können zusätzlich zu einem angenehmen Tragegefühl beitragen.