Zeitreise seit 1954

Die Geschichte von Sioux – von 1954 bis heute

Seit 1954 steht Sioux für Schuhe, bei denen Handwerkskunst, Qualität, Passform und Komfort im Mittelpunkt stehen. Was im schwäbischen Walheim mit der Idee begann, den traditionellen Mokassin für die Füße in Deutschland und Europa weiterzuentwickeln, wurde zu einer traditionsreichen deutschen Schuhmarke.

Dabei war Sioux immer wieder Wegbereiter: mit neuen Schuhkonzepten, besonderen Macharten, ungewöhnlicher Werbung und Modellen, die bis heute zu den Klassikern der Schuhgeschichte zählen. Begleiten Sie uns auf einer Zeitreise durch mehr als sieben Jahrzehnte Sioux.

Eine Idee wird Wirklichkeit

1954

Eine Idee wird Wirklichkeit

Die Geschichte von Sioux beginnt im schwäbischen Walheim am Neckar. Firmengründer Peter Sapper hat eine ebenso einfache wie wegweisende Idee: die bequemen und anpassungsfähigen Mokassins indigener Völker Nordamerikas für Menschen hierzulande weiterzuentwickeln.

Für Walheim sprechen gleich mehrere Gründe: Sapper kann eine ehemalige Hausschuhfabrik übernehmen, findet in der Region erfahrene Arbeitskräfte und profitiert von der damaligen Bahnanbindung für Materialanlieferung und Versand. Aus der Walheimer Schuhfabrik entstehen wenig später die SIOUX Schuhfabriken.

Aus einer Idee wird eine Marke

1956

Aus einer Idee wird eine Marke

Nur zwei Jahre nach der Gründung erhält Sioux sein unverwechselbares Erscheinungsbild. Der Zeichner und Karikaturist Hanns Erich Köhler, kurz HEK, entwickelt die bekannte Bildmarke des „fabelhaft elastischen Sioux-Indianers“ und gestaltet bis Mitte der 1960er-Jahre zahlreiche Anzeigen und Werbemotive.

Auch der charakteristische Sioux-Schriftzug entsteht in dieser Zeit. Als eingetragenes Warenzeichen wird aus der jungen Schuhfabrik eine eigenständige Marke, die erste Erfolge auf der internationalen Schuhmesse GDS feiert.

Der Autoped bringt Bewegung in den Schuhmarkt

1957

Der Autoped bringt Bewegung in den Schuhmarkt

Mit dem „Autoped“ beweist Sioux früh seinen Pioniergeist. Der leichte, eng am Fuß sitzende Slipper wird speziell für Autofahrer entwickelt und bietet sicheren Halt an den Pedalen.

Damit bringt Sioux einen der ersten sogenannten Driver-Schuhe auf den Markt – ein Schuhtyp, der heute weltweit etabliert ist. Zu seinen prominenten Trägern zählen der Rennfahrer Huschke von Hanstein und der britische Formel-1-Pilot Stirling Moss.

Die Noppensohle erobert die Straße

1958

Die Noppensohle erobert die Straße

Mit dem „Intarsia“ folgt bereits die nächste Innovation. Der elegante Straßenmokassin besitzt eine perforierte Ledersohle mit integrierten Gumminoppen und verbindet damit Flexibilität mit sicherem Halt.

Sioux setzt diese Konstruktion als erstes Unternehmen ein. Was später vor allem mit italienischen Mokassins verbunden wird, hat damit einen wichtigen Ursprung in der deutschen Schuhentwicklung.

Der Grashopper verändert das Schuhgefühl

1964

Der Grashopper verändert das Schuhgefühl

Der Grashopper wird zu einem der bedeutendsten Modelle der Sioux-Geschichte. Sein Naturform-Leisten gibt den Zehen ungewöhnlich viel Freiheit – zu einer Zeit, in der schmale Formen und eine stark formalisierte Schuhmode das Straßenbild bestimmen.

Doch das Lebensgefühl der 1960er-Jahre verändert sich. Reisen, Sport und gesellschaftlicher Wandel bringen mehr Lässigkeit in die Mode. Mit seinem reduzierten Schaft und der charakteristischen Naturkreppsohle trifft der Grashopper genau diesen Nerv.

Er entwickelt sich zum erfolgreichsten Sioux-Modell aller Zeiten, wird vielfach interpretiert und kopiert und ist bis heute fester Bestandteil der Kollektion.

Sioux geht ins Fernsehen

1967

Sioux geht ins Fernsehen

Der Grashopper schreibt auch Werbegeschichte. Der erste Fernsehspot mit dem Kultmodell geht auf Sendung – zu einer Zeit, in der Fernsehwerbung für Schuhhersteller noch absolutes Neuland ist.

Produziert wird der Spot gemeinsam mit Inselfilm in München. Regie und Kamera übernimmt Michael Ballhaus, der später zu den international bedeutendsten deutschen Kameramännern zählt.

Eine prägende Bildsprache

1968

Eine prägende Bildsprache

Über zwei Jahrzehnte arbeitet Sioux mit Unterbrechungen immer wieder mit dem Stuttgarter Fotografen Franz Lazi zusammen. Seine Aufnahmen setzen Modelle wie Grashopper und Slopper auf eine für die damalige Zeit ungewöhnlich moderne und grafische Weise in Szene.

Lazi gilt heute als einer der bedeutenden deutschen Architektur-, Werbe- und Designfotografen des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten prägen auch die visuelle Geschichte von Sioux nachhaltig.

Der Grashopper geht nach England

1970

Der Grashopper geht nach England

Der Erfolg des Grashoppers bleibt international nicht unbemerkt. Der englische Schuhhersteller Clarks erwirbt von Sioux eine Lizenz für das Modell und vertreibt eine eigene Interpretation.

Die Zusammenarbeit macht deutlich, welchen Einfluss die von Sioux entwickelte Form weit über Deutschland hinaus hat. Der Lizenzvertrag läuft bis 1996.

Sioux wird Olympia-Ausstatter

1972

Sioux wird Olympia-Ausstatter

Sioux wird offizieller Ausstatter der deutschen Olympiamannschaft. Was 1972 beginnt, entwickelt sich zu einer außergewöhnlich langen Partnerschaft mit dem deutschen Spitzensport.

Mehr als vier Jahrzehnte begleitet Sioux deutsche Athleten zu den Olympischen Spielen – bis zu den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro.

Ein Vierteljahrhundert Sioux

1979

Ein Vierteljahrhundert Sioux

Sioux feiert sein 25-jähriges Bestehen. Aus der Idee einer kleinen Schuhfabrik in Walheim ist längst eine etablierte deutsche Schuhmarke geworden.

Die Festrede zum Jubiläum hält Lothar Späth, der damalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

Die nächste Generation übernimmt

1981

Die nächste Generation übernimmt

Nach dem Tod von Firmengründer Peter Sapper übernimmt seine Frau Karin Sapper die Leitung des Unternehmens.

Damit bleibt Sioux auch nach dem Tod des Gründers in Familienhand. Erst 1992 endet zunächst diese Phase der Unternehmensgeschichte.

1998

Apollo wird Teil von Sioux

Mit Apollo erweitert Sioux sein Markenportfolio. Die Herrenschuhmarke steht für klassische Modelle und traditionelle Schuhmacherkunst und ergänzt damit die bestehenden Kollektionen.

Ausgezeichnete Schuhe und ausgezeichnete Werbung

1999

Ausgezeichnete Schuhe und ausgezeichnete Werbung

Zum Ende des Jahrtausends erhält Sioux gleich mehrere bedeutende Auszeichnungen.

Ein „Silberner Effie“ würdigt die besonders wirkungsvolle Markenkommunikation. Gleichzeitig erhält Sioux den „Deutschen Schuh- und Lederwarenpreis“ für eine außergewöhnliche und kreative Interpretation des Mokassins.

2004

50 Jahre Sioux

Ein halbes Jahrhundert nach der Gründung feiert Sioux sein 50-jähriges Bestehen.

Eine Ausstellung blickt auf fünf Jahrzehnte Schuhgeschichte, Werbung und Gestaltung zurück. Im Mittelpunkt steht auch eine der bekanntesten Figuren der Markenhistorie: der „fabelhaft elastische Sioux-Indianer“.

2010

Zurück zum Familienunternehmen

Nach verschiedenen Konzernzugehörigkeiten beginnt für Sioux ein neues Kapitel. Eine Gruppe privater Gesellschafter um Lewin Berner steigt in das Unternehmen ein und führt Sioux wieder als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen. Seit 2014 ist Lewin Berner auch geschäftsführender Gesellschafter.

Der Anspruch bleibt dabei derselbe wie zu Beginn: die Tradition von Sioux zu bewahren und gleichzeitig die Marke und ihre Produkte zeitgemäß weiterzuentwickeln.

2014

Zwei Ikonen feiern Jubiläum

Sioux wird 60 Jahre alt – und gleichzeitig feiert der Grashopper seinen 50. Geburtstag.

Zum Jubiläum erscheinen die beiden historischen Erfolgsmodelle Grashopper und Autoped in neuen Varianten. Sie zeigen, dass gutes Design nicht von kurzfristigen Trends leben muss: Beide Modelle haben ihren Ursprung Jahrzehnte zuvor und wirken dennoch bis heute aktuell.

Feel the Indian Spirit

2016

Feel the Indian Spirit

Mit „Feel the Indian Spirit“ erhält die Marke einen neuen Auftritt. Die Kampagne verbindet die lange Sioux-Tradition mit einer zeitgemäßen Bildsprache und stellt Themen wie Freiheit, Individualität und Handwerkskunst in den Mittelpunkt.

Damit wird die Geschichte der Marke neu interpretiert, ohne ihre Herkunft aus den Augen zu verlieren.

Til Schweiger x Sioux

2019

Til Schweiger x Sioux

Gemeinsam mit Schauspieler und Filmemacher Til Schweiger entwickelt das Sioux Design-Team erstmals eine eigene Schuhkollektion für Damen und Herren.

Aus der Zusammenarbeit entsteht eine langfristige Partnerschaft. Natürliche Farben, hochwertige Materialien, lässige Sneaker und Neuinterpretationen des Grashoppers prägen die gemeinsamen Kollektionen.

Tim Bengel x Sioux

2020

Tim Bengel x Sioux

Mit dem Stuttgarter Künstler Tim Bengel schlägt Sioux eine Brücke zwischen Schuhhandwerk, Mode und zeitgenössischer Kunst.

Den Auftakt bildet der limitierte, vegane und CO₂-neutrale Sneaker „StepOne“. Weitere gemeinsame Projekte folgen und machen aus Schuhen zeitweise kleine tragbare Kunstwerke.

70 Jahre Sioux

2024

70 Jahre Sioux

Sieben Jahrzehnte nach der Gründung feiert Sioux sein 70-jähriges Bestehen. Was 1954 mit der Idee des Mokassins begann, hat sich über Generationen weiterentwickelt.

Geblieben ist der Anspruch, Handwerkskunst, hochwertige Materialien, Passform und Komfort miteinander zu verbinden – und die Tradition von Sioux immer wieder zeitgemäß weiterzudenken.

Maite Kelly x Sioux

2024

Maite Kelly x Sioux

Mit Maite Kelly beginnt eine neue kreative Zusammenarbeit. Die erfolgreiche Entertainerin und Mode-Ikone entwickelt gemeinsam mit Sioux ihre erste eigene Schuhkollektion.

Dabei treffen ihre persönliche Handschrift und ihr Gespür für Mode auf die langjährige Schuhkompetenz von Sioux. So entstehen Modelle, die Stil, Komfort und Persönlichkeit miteinander verbinden.

Heute

Tradition weitergedacht

Mehr als 70 Jahre nach der Gründung ist Walheim am Neckar weiterhin das Zuhause von Sioux. Hier arbeiten die Teams unter anderem an Design, Entwicklung, Vertrieb und Marketing und führen die Ideen weiter, die die Marke seit 1954 prägen.

Vieles hat sich seit den ersten Mokassins verändert. Der Anspruch dahinter nicht: gute Schuhe zu entwickeln, die sorgfältige Handwerkskunst, hochwertige Materialien, eine durchdachte Passform und angenehmen Tragekomfort miteinander verbinden.

So ist die Geschichte von Sioux nicht abgeschlossen. Sie wird mit jedem neuen Modell weitergeschrieben.